Der Aeromechanische Förderer/Floveyor

Der Floveyor wurde 1960 als ein preisgünstiges System für den Transport von Erdnüsse entwickelt. Inzwischen ist er weltweit im Einsatz. Dabei werden alle möglichen Pulver und Granulate von Kakaobohnen bis hin zu Teeblättern transportiert. Im Laufe der Jahre hielt er Einzug in alle wichtigen Industrien: Chemie, Nahrungsmittel, Kunststoffe — in alle Bereiche des Schüttguthandlings.
Der Floveyor ist sehr kostengünstig zu betreiben, hat eine hohe Lebensdauer und verfügt über ein einfaches aber sehr effizientes Prinzip, das sich zu dem als sehr produktschonend erweist.



Funktionsweise
Der Floveyor transportiert Pulver und Granulate indem diese in einen bewegten Luftstrom eingesaugt und dabei fluidisiert werden.

Antrieb
In der Regel kommt ein Elektro-Getriebemotor zum Einsatz, es sind aber auch alle alternativen Antriebsformen möglich (z.B. Hydraulik-, Pneumatik-, Dieselantrieb etc.) Mobile Einheiten Der Floveyor wird sehr oft auch als mobile Einheit z. B. zur Tankwagenbeladung eingesetzt.

Vorteile
  • Kompaktes Standardgerät das durch seine modulare Aufbauweise problemlos in bestehende Anlagen integriert werden kann
  • Kann fast in jedem Winkel betrieben werden
  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Geringe Energiekosten
  • Einfache Instandhaltung

Total ummantelte Seile in Polymer-Beschichtung jetzt für alle Floveyor erhältlich
Nach der erfolgreichen Markteinführung der F3 Seile in total ummantelter Polyurethan Ausführung im Jahre 2005, sind jetzt auch die Seile der Serien F4 und F5 in dieser Art erhältlich.

Der große Vorteil dieses Designs ist, dass die Transportscheiben und das Seil in einem Arbeitsgang verschmolzen werden. Dadurch erhält man eine komplette Versiegelung zwischen den beiden Baugruppen. Dies ist besonders unter dem Aspekt der Reinigung zu sehen. Für dieses Verfahren werden die Seile vorgereckt. Dadurch erreicht man gegenüber dem Standardseil längere Standzeiten und reduziert somit den Aufwand beim Nachspannen der Seile. Feldversuche zeigen eine deutliche Erhöhung der Lebensdauer der Seile.

Fragebogen-Floveyor.pdf
Wie funktioniert der AMC/Floveyor

Er wird in der Regel von einem Elektromotor mit 0,75 bis 7,5 KW angetrieben Die Seilgeschwindigkeit beträgt ca. ¼ der Luftgeschwindigkeit bei pneumatischen Systemen aber ist deutlich schneller als vergleichbares mechanisches Equipment Belüftetes Produkt: Die Menge der Luftaufnahme hängt stark vom jeweiligen Produkt ab. Mehl z.B. nimmt mehr Luft als Weizen auf . Mehl hat eine Schüttdichte von 0,56 bis 0,64 kg/l und hat belüftet nur noch eine Dichte von 0,13 bis 0,16 kg/l. Weizen dagegen hat eine Schüttdichte von 0,72 bis 0,77 kg/l und belüftet 0,56 bis 0,61 kg/l. Dieser Umstand führt dazu dass ein Floveyor der Baureihe F3 mit Mehl einen Durchsatz von ca. 5,5 t/h bringt während mit Weizen 30 t/h zu erreichen sind.

Das Material gelangt in das Zentrum des Laufrades, wird dort beschleunigt und bewegt sich durch die Zentrifugalkraft nach außen. Durch das Förderseil wird die Luft in den Rohren bewegt. Die Luft bewegt dann das Produkt. Die Polyurethanscheiben können sich innerhalb der Förderrohre und Gehäuse frei bewegen. Bedingt durch die relativ hohe Geschwindigkeit wird eine erstaunlich große Produktbreite fluidisiert. Der Antrieb kann sich am Fuß oder am Abwurf befinden. Bei kurzen bis mittleren Längen ist er in der Regel unten; bei langen Einheiten oder Geräten die mit geringeren Geschwindigkeiten arbeiten (Drag units) wird er oben angebracht. Floveyor Drag-units sind in der Regel langsam laufende Maschinen die über mehrere Ein- oder Ausläufe verfügen. Diese können wiederum mit diversen Absperrklappen/Schiebern etc. nach Kundenwunsch kombiniert werden. In Verbindung mit einen Standard Floveyor können so entsprechende Verteilungen/Ab- bzw. Aufgabestellungen geschaffen werden.

Details:
Der Floveyor wurde entwickelt um trockene Pulver und Granulate durch ein aeromechanisches Verfahren zu tranportieren. Das wichtigste Detail ist dabei das Förderseil. Es besteht aus einen Drahtseil auf dem die Transportscheiben aufgepresst sind, sowie 2 Umlenkräder. Das Förderseil bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit in den Rohren. Auf der Rückseite der Scheiben entsteht dabei ein Unterdruck der das Produkt mitzieht. Dieses Verfahren ist sehr Produkt schonend und es entsteht kaum Abrieb. Beim betreiben des Floveyor ohne Produkt wird nur die in den Rohren vorhandene Luft zirkuliert. Wird nun Produkt aufgegeben so verdrängt das Produktvolumen das gleiche Luftvolumen. Da beim Abwurf die gleiche Luftmenge wieder eingesaugt wird entsteht ein minimaler Luftstrom der sich über den Aufgabetrichter ausgleicht. Im Gegensatz zu jedem anderen pneumatischen System wird daher keinerlei Abluftsystem, mit den damit verbundenen Problemen und Kosten benötigt. Lediglich die im zu befüllenden Behältnis durch das Produkt verdrängte Luft muß gegebenenfalls berücksichtigt werden.